Vom Entwurf zum Denkmal
Über drei Jahre hinweg wuchs vor der Schlosskirche eine Figurengruppe, die Ziegenhains Geschichte der Konfirmation dauerhaft sichtbar macht.
Geschichte sichtbar machen
Der Verein zur Förderung der Konfirmationsstadt entwickelte die Idee für ein Denkmal, das die historischen Wurzeln der Konfirmation mit ihrer heutigen Bedeutung verbindet. Entstehen sollte keine einzelne historische Figur, sondern eine Gruppe, in der Vergangenheit und Gegenwart miteinander ins Gespräch kommen.
Fünf Figuren – zwei Zeiten
Landgraf Philipp und Martin Bucer stehen für die reformatorische Geschichte des Jahres 1539. Pfarrerin, Konfirmandin und Konfirmand holen die Idee der Konfirmation bewusst in die Gegenwart. So erzählt die Gruppe nicht nur Geschichte, sondern zeigt auch ihre Wirkung bis heute.
Lutz Lesch
Entworfen und gestaltet wurde die Konfirmationsskulptur vom Schwalmstädter Bildhauer Lutz Lesch aus Treysa.
Die Figuren entstanden zunächst als Modelle über stabilen Gerüsten. Aus den ausgearbeiteten Formen wurden die Vorlagen für den späteren Bronzeguss geschaffen. Lesch verband historische Personen mit heutigen Figuren und entwickelte damit ein Denkmal, das wie ein Gespräch zwischen den Zeiten wirkt.
Das Denkmal wächst in drei Etappen
Die lebensgroße Bronzegruppe wurde nicht auf einmal aufgestellt, sondern Schritt für Schritt vervollständigt.
Landgraf Philipp
Mit der Enthüllung des Landgrafen wurde der erste Teil des Denkmals öffentlich sichtbar. Die Figur erinnert an Philipp den Großmütigen und seine Rolle bei den Ereignissen von 1539.
Pfarrerin und Konfirmand
Der zweite Teil brachte die heutige Konfirmationspraxis in die Gruppe. Mit Pfarrerin und Konfirmand wurde die Verbindung zwischen Geschichte und Gegenwart deutlich sichtbar.
Martin Bucer und die Konfirmandin
Zum großen Jubiläum „485 Jahre Konfirmation und Festung Ziegenhain“ wurden die abschließenden Figuren enthüllt. Damit war die fünfteilige Bronzegruppe vollständig.
Stadt, Verein und viele Spender
Ein Projekt dieser Größenordnung konnte nur gemeinschaftlich verwirklicht werden. Die Stadt Schwalmstadt beteiligte sich an der Realisierung, der Verein zur Förderung der Konfirmationsstadt e.V. trieb das Vorhaben über mehrere Jahre voran. Zahlreiche Spenden und Unterstützungsaktionen halfen dabei, die einzelnen Figuren Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen.
Fünf Figuren – eine gemeinsame Geschichte
Das Denkmal verbindet die Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung von 1539 mit der heutigen Konfirmation. Seine eigene Entstehung erzählt zugleich von Kunst, Beharrlichkeit, kommunaler Unterstützung und dem Engagement vieler Menschen.
