Kunst · Geschichte · Konfirmationsstadt

Lutz LeschDer Bildhauer hinter der Konfirmationsskulptur

Mit seinen Figuren gibt Lutz Lesch Geschichte eine sichtbare Gestalt. Auf dem Paradeplatz in Ziegenhain verbindet seine fünfteilige Bronzegruppe die Reformation des 16. Jahrhunderts mit der Konfirmation unserer Zeit.

Hier kann später ein eigenes Foto von Lutz Lesch im Atelier oder mit der Konfirmationsskulptur eingesetzt werden.
Der Künstler

Kunst, die Menschen begegnet

Lutz Lesch lebt und arbeitet in Schwalmstadt. Von 1970 bis 1972 absolvierte er in Kaiserslautern eine Lehre zum Steinmetz und Steinbildhauer. Von 1972 bis 1981 studierte er Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Kassel. Malerei und Plastik studierte er bei Prof. Friedrich Salzmann und Prof. Harry Kramer; sein Studium schloss er als Diplombildhauer ab.

Von 1986 bis 1989 war Lesch außerdem Lehrer an der Fachschule für Steinmetzen und Steinbildhauer in Kaiserslautern. Zu den von ihm vermittelten und selbst verwendeten Techniken gehören die bildhauerische Gestaltung in Stein, Holz, Bronze und Aluminium.

Viele seiner Arbeiten stehen nicht hinter Museumsmauern, sondern mitten im öffentlichen Raum. In Schwalmstadt und der Region hat Lutz Lesch zahlreiche sichtbare Spuren hinterlassen – von Märchenfiguren über Denkmäler und Reliefs bis zu Restaurierungs- und Gedenkstättenarbeiten.

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Empfohlen: Lutz Lesch im Atelier
oder Porträt mit einer seiner Skulpturen
Das zentrale Werk für Ziegenhain

Fünf Figuren – ein Gespräch zwischen den Zeiten

Für die Konfirmationsstadt schuf Lutz Lesch eine fünfköpfige, lebensgroße Figurengruppe aus Bronze. Sie macht eine Geschichte sichtbar, die sich mit Texten und Jahreszahlen allein nur schwer vermitteln lässt.

Landgraf Philipp der Großmütige hält die Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung in den Händen. Der Reformator Martin Bucer steht für die theologischen Gedanken, aus denen 1539 die neue Ordnung hervorging. Ihnen gegenüber stehen Menschen aus der Gegenwart: eine Pfarrerin, ein Konfirmand und eine Konfirmandin.

Die Skulptur zeigt keinen eingefrorenen Augenblick des Jahres 1539. Sie verbindet Ursprung und Gegenwart der Konfirmation miteinander.
Vom Atelier auf den Paradeplatz

Wie aus einer Idee Bronze wird

Die lebensgroßen Figuren entstanden zunächst in der Werkstatt des Bildhauers. Über stabilen Gerüsten wurden die Formen aufgebaut und bis in Hände, Gesichter, Kleidung und Haltung ausgearbeitet. Erst danach begann der aufwendige Weg zum dauerhaften Bronzeguss.

01EntwurfDie historische Aussage wird in Figuren, Haltung und räumliche Beziehungen übersetzt.
02ModellDie Figuren werden in Lebensgröße aufgebaut und plastisch bis ins Detail ausgearbeitet.
03FormVon der fertigen Figur wird eine Form abgenommen, die als Grundlage für den Guss dient.
04BronzeIm Wachsausschmelzverfahren entsteht schließlich die dauerhafte Bronzeplastik.
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Empfohlen: Werkstattaufnahme
Landgraf / Bucer / Konfirmanden während der Entstehung
Ein Werk wächst

Nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt

Die Konfirmationsskulptur wurde über mehrere Jahre hinweg vervollständigt. 2022 wurde Landgraf Philipp fertiggestellt, 2023 folgte die Gruppe aus Pfarrerin und Konfirmand. Mit Martin Bucer und der Konfirmandin wurde das Ensemble am 20. September 2024 um 18 Uhr im Rahmen des Jubiläums „485 Jahre Wasserfestung Ziegenhain“ vollendet.

Gerade diese schrittweise Entstehung machte den künstlerischen Prozess für viele Menschen in Schwalmstadt nachvollziehbar. Aus einem ersten Modell entwickelte sich nach und nach ein neues Wahrzeichen auf dem historischen Paradeplatz.

Weitere Arbeiten

Spuren im Stadtbild und in der Region

Die Konfirmationsskulptur ist eines der größten öffentlich sichtbaren Werke Lutz Leschs in Schwalmstadt, aber keineswegs sein einziges. Seine Arbeiten prägen seit Jahren Plätze und öffentliche Räume der Region.

WERK 01

Märchenfiguren in Treysa

Zu den bekannten Bronzeplastiken gehören Rotkäppchen und der Wolf, der Goldesel sowie „Der Wolf und die sieben Geißlein“. Sie verbinden Schwalmstadt sichtbar mit der Grimm’schen Märchentradition.

WERK 02

Ziegenhainer Soldat

Der lebensgroße Soldat aus Bronze am Eingang zur Festung Ziegenhain gehört zu den markanten historischen Arbeiten Leschs im öffentlichen Raum.

WERK 03

Tastmodell der Festung

Mit dem blindengerechten Tastmodell der Festung Ziegenhain machte Lesch die historische Anlage auch auf taktile Weise erfahrbar.

WERK 04

Trutzhain

Zu seinen handwerklich-künstlerischen Arbeiten zählt auch die Neugestaltung des Interniertenfriedhofs in Trutzhain.

WERK 05

Reliefs und Restaurierung

Großformatige Aluminiumreliefs, Restaurierungsarbeiten, Sandsteinskulpturen und Gedenkstätten zeigen die große Bandbreite seines Schaffens.

WERK 06

Stein · Holz · Bronze · Aluminium

Seine Arbeit verbindet akademische Bildhauerei mit fundierter handwerklicher Ausbildung und einem breiten Spektrum klassischer Werkstoffe.

Mehr über den Künstler

Lutz Lesch im eigenen Internetauftritt

Auf seiner eigenen Website stellt Lutz Lesch seine künstlerische Ausbildung, öffentliche Arbeiten, Märchenfiguren, Stein- und Holzskulpturen, Bronzeplastiken sowie aktuelle Projekte vor. Dort finden sich auch zahlreiche Aufnahmen aus seinem Atelier und vom Entstehungsprozess einzelner Werke.

Geschichte wird sichtbar

Ein Denkmal für eine Idee, die von Ziegenhain in die Welt ging

Mit der Konfirmationsskulptur hat Lutz Lesch dem Ursprung der Konfirmation einen dauerhaften Platz im Stadtbild gegeben. Die Bronzegruppe erinnert nicht nur an Landgraf Philipp, Martin Bucer und das Jahr 1539. Sie stellt zugleich die Frage, was Konfirmation heute bedeutet – für junge Menschen, für Kirche und für Gemeinschaft.

Art · History · City of Confirmation

Lutz LeschThe sculptor behind the Confirmation monument

Through his figures, Lutz Lesch gives history a visible form. On Ziegenhain’s Paradeplatz, his five-part bronze ensemble connects the Reformation of the 16th century with confirmation today.

The artist

Art encountered in everyday life

Lutz Lesch lives and works in Schwalmstadt. From 1970 to 1972 he trained as a stonemason and stone sculptor in Kaiserslautern. From 1972 to 1981 he studied fine art at the University of Fine Arts in Kassel, including painting and sculpture with Prof. Friedrich Salzmann and Prof. Harry Kramer, and graduated as a sculptor.

Many of his works are not hidden behind museum walls, but stand in public spaces. This is one of the defining qualities of his work: people encounter his figures in everyday life and experience art as part of their surroundings.

His best-known local works include the fairy-tale sculptures in Treysa.

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Lutz Lesch in his studio
or with one of his sculptures
The central work for Ziegenhain

Five figures – a dialogue across time

For the City of Confirmation, Lutz Lesch created a group of five life-size bronze figures. It turns a complex historical story into something immediately visible.

Landgrave Philip the Magnanimous holds the Ziegenhain Church Discipline Ordinance. The reformer Martin Bucer represents the theological ideas behind the new order of 1539. Opposite them stand people of the present: a female pastor, a confirmand and a young female confirmand.

The ensemble does not freeze a single moment in 1539. It connects the origins of confirmation with its present-day meaning.
From studio to Paradeplatz

How an idea becomes bronze

The life-size figures first took shape in the sculptor’s studio. Built over stable frameworks, they were modelled down to hands, faces, clothing and posture before the complex process of bronze casting began.

01DesignThe historical message is translated into figures, gestures and spatial relationships.
02ModelThe figures are built at life size and sculpted in detail.
03MouldA mould is taken from the finished sculpture as the basis for casting.
04BronzeThe permanent bronze sculpture is produced using the lost-wax process.
A work created in stages

Completed step by step

The monument was assembled over several years. Landgrave Philip was completed in 2022, followed by the pastor and confirmand in 2023. Martin Bucer and the young female confirmand completed the ensemble on 20 September 2024 at 6 p.m. during the “485 Years of Ziegenhain Water Fortress” anniversary.

History made visible

A monument to an idea that travelled from Ziegenhain into the world

With the Confirmation monument, Lutz Lesch has given the origins of confirmation a permanent place in the townscape. The ensemble recalls 1539 while also asking what confirmation means for young people, the church and community today.

Art · Histoire · Ville de la confirmation

Lutz LeschLe sculpteur du monument de la confirmation

Par ses personnages, Lutz Lesch donne une forme visible à l’histoire. Sur la Paradeplatz de Ziegenhain, son ensemble de cinq bronzes relie la Réforme du XVIe siècle à la confirmation d’aujourd’hui.

L’artiste

Un art qui rencontre les gens

Lutz Lesch vit et travaille à Schwalmstadt. Sa carrière artistique a commencé par une formation de tailleur de pierre à Kaiserslautern. Il a ensuite étudié les beaux-arts à Kassel et obtenu son diplôme de sculpteur.

Nombre de ses œuvres se trouvent dans l’espace public. Les habitants et les visiteurs les rencontrent ainsi dans leur vie quotidienne et peuvent découvrir l’art de très près.

Parmi ses œuvres connues à Schwalmstadt figurent notamment les sculptures inspirées des contes à Treysa.

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Lutz Lesch dans son atelier
ou avec l’une de ses sculptures
L’œuvre centrale pour Ziegenhain

Cinq figures – un dialogue entre les époques

Pour la Ville de la confirmation, Lutz Lesch a créé un ensemble de cinq personnages grandeur nature en bronze. Il rend immédiatement visible une histoire complexe.

Le landgrave Philippe le Magnanime tient l’ordonnance ecclésiastique de Ziegenhain. Le réformateur Martin Bucer représente les idées théologiques qui ont conduit à la nouvelle ordonnance de 1539. Face à eux se trouvent des personnes de notre époque : une pasteure, un confirmand et une confirmande.

L’ensemble ne fige pas un instant de 1539 : il relie l’origine de la confirmation à sa signification actuelle.
De l’atelier à la Paradeplatz

Comment une idée devient bronze

Les personnages grandeur nature ont d’abord été réalisés dans l’atelier du sculpteur. Ils ont été modelés sur des structures stables jusque dans les détails des mains, des visages, des vêtements et des attitudes avant le processus complexe de fonte du bronze.

01ConceptionLe message historique est traduit en personnages, gestes et relations dans l’espace.
02ModèleLes figures sont construites grandeur nature puis travaillées jusque dans les détails.
03MouleUn moule est réalisé à partir de la sculpture achevée.
04BronzeLa sculpture définitive est coulée selon le procédé de la cire perdue.
Une œuvre construite par étapes

Un ensemble complété progressivement

Le monument a été réalisé sur plusieurs années. Le landgrave Philippe a été achevé en 2022, puis la pasteure et le confirmand en 2023. Martin Bucer et la confirmande ont complété l’ensemble le 20 septembre 2024 à 18 heures, dans le cadre du jubilé « 485 ans de la forteresse d’eau de Ziegenhain ».

L’histoire devient visible

Un monument pour une idée partie de Ziegenhain vers le monde

Avec ce monument, Lutz Lesch a donné aux origines de la confirmation une place durable dans l’espace public. L’ensemble rappelle l’année 1539 tout en posant la question du sens de la confirmation aujourd’hui.

Arte · Historia · Ciudad de la Confirmación

Lutz LeschEl escultor del monumento a la Confirmación

Con sus figuras, Lutz Lesch da forma visible a la historia. En la Paradeplatz de Ziegenhain, su conjunto de cinco figuras de bronce une la Reforma del siglo XVI con la confirmación de nuestros días.

El artista

Arte que se encuentra en la vida cotidiana

Lutz Lesch vive y trabaja en Schwalmstadt. Su trayectoria artística comenzó con una formación como cantero en Kaiserslautern. Más tarde estudió Bellas Artes en Kassel y se graduó como escultor.

Muchas de sus obras no están tras los muros de un museo, sino en espacios públicos. Así, habitantes y visitantes pueden encontrarlas en su vida diaria y experimentar el arte de cerca.

Entre sus trabajos más conocidos en Schwalmstadt se encuentran las esculturas de cuentos en Treysa.

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Lutz Lesch en su taller
o junto a una de sus esculturas
La obra central para Ziegenhain

Cinco figuras – un diálogo entre épocas

Para la Ciudad de la Confirmación, Lutz Lesch creó un conjunto de cinco figuras de bronce a tamaño natural. La obra hace visible de manera inmediata una historia compleja.

El landgrave Felipe el Magnánimo sostiene la Ordenanza de Disciplina Eclesiástica de Ziegenhain. El reformador Martín Bucero representa las ideas teológicas de las que surgió la nueva normativa de 1539. Frente a ellos aparecen personas de la actualidad: una pastora, un confirmando y una confirmanda.

El conjunto no congela un único instante de 1539: conecta el origen de la confirmación con su significado actual.
Del taller a la Paradeplatz

Cómo una idea se convierte en bronce

Las figuras de tamaño natural tomaron forma primero en el taller del escultor. Sobre estructuras estables se modelaron manos, rostros, ropas y posturas antes de iniciar el complejo proceso de fundición.

01DiseñoEl mensaje histórico se traduce en figuras, gestos y relaciones espaciales.
02ModeloLas figuras se construyen a tamaño natural y se modelan detalladamente.
03MoldeDe la escultura terminada se obtiene el molde que servirá para la fundición.
04BronceLa escultura definitiva se realiza mediante el procedimiento de cera perdida.
Una obra realizada por etapas

Completada paso a paso

El monumento se realizó a lo largo de varios años. El landgrave Felipe se completó en 2022 y la pastora con el confirmando en 2023. Martín Bucero y la confirmanda completaron el conjunto el 20 de septiembre de 2024 a las 18:00, durante el aniversario «485 años de la fortaleza de agua de Ziegenhain».

La historia se hace visible

Un monumento a una idea que viajó de Ziegenhain al mundo

Con este conjunto, Lutz Lesch ha dado a los orígenes de la confirmación un lugar permanente en el paisaje urbano. La obra recuerda 1539 y, al mismo tiempo, plantea qué significa hoy la confirmación para los jóvenes, la Iglesia y la comunidad.