Konfirmation weltweit
Eine Idee aus Ziegenhain wurde Teil evangelischer Glaubenspraxis in vielen Ländern.
Was 1539 in Ziegenhain formuliert wurde, entwickelte sich über Jahrhunderte weiter und fand in unterschiedlichen evangelischen Traditionen weltweit seinen Platz.
Von Hessen weit über Europa hinaus
Die Konfirmation entwickelte sich in verschiedenen evangelischen Kirchen weiter und wurde in vielen Ländern zu einem wichtigen Schritt im Glaubensleben junger Menschen.
Die in Ziegenhain formulierte Verbindung von Glaubensunterricht, persönlichem Bekenntnis und bewusster Zugehörigkeit zur Gemeinde fand in unterschiedlichen protestantischen Traditionen ihren Niederschlag.
Form, Alter, Ablauf und Bedeutung der Konfirmation unterscheiden sich bis heute. Gemeinsam bleibt jedoch die Idee, junge Menschen auf ihrem Weg zu einer eigenen und verantworteten Glaubensentscheidung zu begleiten.
Ein Impuls über Grenzen hinweg
Die Grundidee der Konfirmation wurde in unterschiedlichen evangelischen Kirchen aufgenommen und weiterentwickelt.
Rotary ermöglicht „12 Pfeile“
Die Stele „12 Pfeile“ wurde vollständig durch den Rotary Club Schwalmstadt finanziert.
Damit wurde ein sichtbares Zeichen geschaffen, das Ziegenhains historische Bedeutung für die Konfirmation mit ihrer weltweiten Gegenwart verbindet.
Auch das internationale Projekt „12 Pfeile – Konfirmation weltweit“ wird durch den Rotary Club Schwalmstadt unterstützt und gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Konfirmationsstadt e.V. weiterentwickelt.
Eine Idee – viele Formen
Je nach Land und Kirche hat sich die Konfirmation unterschiedlich entwickelt. Die gemeinsame Wurzel bleibt die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben.
Ziegenhain
1539 wurde hier ein Modell formuliert, das für die weitere Entwicklung der Konfirmation prägend wurde.
Europa
In verschiedenen evangelischen Kirchen Europas entstanden eigene Formen und Traditionen der Konfirmation.
Internationale Kirchen
Mit protestantischen Kirchen und Gemeinden verbreitete sich die Konfirmation auch weit über Europa hinaus.
Verantwortung für den eigenen Glauben
Trotz unterschiedlicher Formen verbindet viele Konfirmationstraditionen bis heute ein gemeinsamer Kern.
Junge Menschen setzen sich mit ihrem Glauben auseinander, lernen die Grundlagen ihrer Kirche kennen und formulieren, was Glaube und Gemeinde für ihr eigenes Leben bedeuten.
Damit bleibt ein Gedanke lebendig, der bereits in der Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung von 1539 angelegt war: Glauben nicht nur übernehmen, sondern verstehen und bewusst gestalten.
Lernen. Verstehen. Bekennen. Dazugehören.
Diese vier Gedanken verbinden die historische Wurzel in Ziegenhain mit vielen Formen der Konfirmation bis heute.
Wie aus der Stele „12 Pfeile“ ein internationales Projekt wurde
Am Anfang stand ein sichtbares Zeichen mitten in Ziegenhain: eine Stele mit zwölf farbigen Wegweisern zu Orten in zwölf Ländern, in denen Konfirmation gefeiert wird.
Zwölf Pfeile weisen von Ziegenhain in die Welt
Die Stele wurde als sichtbarer Wegweiser gestaltet: Jeder Pfeil verweist auf ein anderes Land und einen konkreten Ort. So wird unmittelbar deutlich, dass Konfirmation nicht nur zu Ziegenhain gehört, sondern in vielen Teilen der Welt gelebt wird.
Damit entstand zunächst ein starkes Zeichen im öffentlichen Raum. Die Stele verbindet den historischen Ausgangspunkt der Konfirmationsgeschichte in Ziegenhain mit ihrer weltweiten Gegenwart.
Aus dieser Idee entwickelte sich „12 Pfeile – Konfirmation weltweit“: ein wachsendes Bildungs- und Begegnungsprojekt mit Länderbeiträgen, QR-Codes, kurzen Videos, Workshops und internationalen Kontakten. Aus zwölf Richtungsangaben sollen zwölf lebendige Verbindungen entstehen.
Projekt 12 Pfeile öffnenDie zwölf Länder und das Mitmachprojekt
Die zwölf Länder bilden den internationalen Rahmen des Projekts. Im Mittelpunkt stehen Austausch, gemeinsames Lernen und neue Kontakte.
Konfirmation verbindet
Die Länderbeiträge zeigen unterschiedliche Formen der Vorbereitung und Feier und machen zugleich die gemeinsame evangelische Tradition sichtbar.
Praxis für Jugendliche und Erwachsene
Recherchieren
Jugendliche oder Gruppen wählen eines der zwölf Länder aus und recherchieren, wie Konfirmation dort vorbereitet und gefeiert wird.
Vergleichen
Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Unterricht, Gottesdienst, Symbolen, Musik, Familie und Gemeindeleben werden sichtbar gemacht.
Kontakte knüpfen
Gemeinden, Schulen und Partner in den jeweiligen Ländern können angesprochen und mit Fragen, Interviews oder kurzen Videobotschaften einbezogen werden.
Inhalte gestalten
Aus Texten, Bildern, Stimmen und Videos entstehen verständliche Beiträge, die online, über QR-Codes oder in Workshops genutzt werden können.
Aus zwölf Pfeilen werden zwölf lebendige Verbindungen
Das Projekt lebt von Menschen, die mitmachen. Schon ein Kontakt, ein Foto, eine kurze Videosequenz, eine persönliche Erinnerung oder Hilfe bei Übersetzungen kann dazu beitragen, die internationale Bedeutung der Konfirmation sichtbar zu machen.
Eine Geschichte, die weitergeht
Die Konfirmation ist heute in vielen Ländern Teil evangelischen Lebens. Ihre Formen sind unterschiedlich – die Idee bewusster Glaubensverantwortung verbindet sie miteinander und führt zurück zu den reformatorischen Impulsen des 16. Jahrhunderts.

