Entstehung des Konfirmationsdenkmals – Konfirmationsstadt
Kunst · Erinnerung · Engagement

Vom Entwurf zum Denkmal

Über drei Jahre hinweg wuchs vor der Schlosskirche eine Figurengruppe, die Ziegenhains Geschichte der Konfirmation dauerhaft sichtbar macht.

Die Idee

Geschichte sichtbar machen

Der Verein zur Förderung der Konfirmationsstadt entwickelte die Idee für ein Denkmal, das die historischen Wurzeln der Konfirmation mit ihrer heutigen Bedeutung verbindet. Entstehen sollte keine einzelne historische Figur, sondern eine Gruppe, in der Vergangenheit und Gegenwart miteinander ins Gespräch kommen.

Vom Gedanken zur Figurengruppe

Fünf Figuren – zwei Zeiten

Landgraf Philipp und Martin Bucer stehen für die reformatorische Geschichte des Jahres 1539. Pfarrerin, Konfirmandin und Konfirmand holen die Idee der Konfirmation bewusst in die Gegenwart. So erzählt die Gruppe nicht nur Geschichte, sondern zeigt auch ihre Wirkung bis heute.

Der Künstler

Lutz Lesch

Entworfen und gestaltet wurde die Konfirmationsskulptur vom Schwalmstädter Bildhauer Lutz Lesch aus Treysa.

Die Figuren entstanden zunächst als Modelle über stabilen Gerüsten. Aus den ausgearbeiteten Formen wurden die Vorlagen für den späteren Bronzeguss geschaffen. Lesch verband historische Personen mit heutigen Figuren und entwickelte damit ein Denkmal, das wie ein Gespräch zwischen den Zeiten wirkt.

Die Entstehung

Das Denkmal wächst in drei Etappen

Die lebensgroße Bronzegruppe wurde nicht auf einmal aufgestellt, sondern Schritt für Schritt vervollständigt.

Weihnachtsmarkt 2022

Landgraf Philipp

Mit der Enthüllung des Landgrafen wurde der erste Teil des Denkmals öffentlich sichtbar. Die Figur erinnert an Philipp den Großmütigen und seine Rolle bei den Ereignissen von 1539.

Weihnachtsmarkt 2023

Pfarrerin und Konfirmand

Der zweite Teil brachte die heutige Konfirmationspraxis in die Gruppe. Mit Pfarrerin und Konfirmand wurde die Verbindung zwischen Geschichte und Gegenwart deutlich sichtbar.

21. September 2024

Martin Bucer und die Konfirmandin

Zum großen Jubiläum „485 Jahre Konfirmation und Festung Ziegenhain“ wurden die abschließenden Figuren enthüllt. Damit war die fünfteilige Bronzegruppe vollständig.

Gemeinsam möglich gemacht

Stadt, Verein und viele Spender

Ein Projekt dieser Größenordnung konnte nur gemeinschaftlich verwirklicht werden. Die Stadt Schwalmstadt beteiligte sich an der Realisierung, der Verein zur Förderung der Konfirmationsstadt e.V. trieb das Vorhaben über mehrere Jahre voran. Zahlreiche Spenden und Unterstützungsaktionen halfen dabei, die einzelnen Figuren Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen.

Stadt Schwalmstadt Beteiligung an der Realisierung und Unterstützung des Vorhabens im öffentlichen Raum.
Verein zur Förderung der Konfirmationsstadt e.V. Initiative, Begleitung und Organisation des Projekts über mehrere Jahre.
Spenderinnen und Spender Viele private und institutionelle Unterstützer trugen mit Spenden zur Finanzierung bei.
Gemeinschaftliches Engagement Sammlungen, Aktionen und persönliche Unterstützung machten das Denkmal zu einem gemeinsamen Projekt.
Heute vollständig

Fünf Figuren – eine gemeinsame Geschichte

Das Denkmal verbindet die Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung von 1539 mit der heutigen Konfirmation. Seine eigene Entstehung erzählt zugleich von Kunst, Beharrlichkeit, kommunaler Unterstützung und dem Engagement vieler Menschen.